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Charta der Allianz «Nein zu neuen AKW»

Die Schweiz besitzt die natürlichen, wirtschaftlichen und finanziellen Ressourcen und das technologische Know-how, um ihre Stromversorgung langfristig auf der Basis von vorwiegend einheimischen erneuerbaren Energiequellen und der Energieeffizienz zu sichern. Trotzdem beschwört die Schweizerische Atomwirtschaft eine Stromlücke herauf und plant den Bau neuer Atomkraftwerke.

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©greenpeace

Atomkraftwerke stellen eine unnötige und unannehmbare Gefahr dar. Sie belasten die Umwelt auf allen Vor- und Nachstufen und hinterlassen Atommüll. Zudem wird durch den Bau neuer Atomkraftwerke die Entwicklung einer sicheren Stromversorgung mit Erneuerbaren Energien behindert und Anreize zur (Strom-) Energieeffizienz unterbunden.

Die Mitglieder der Allianz ««Nein zu neuen AKW»» verpflichten sich auf das gemeinsame Ziel, die Gewinnung von atomarer Energie zu stoppen. Sie leisten den politischen Einsatz, um den Bau neuer Atomkraftwerke in der Schweiz abzuwenden.

Die Allianz «Nein zu neuen AKW» setzt sich ein für:

  • echten Klimaschutz ohne neue Atomkraftwerke.
    • die Vermeidung von Stromverschwendung durch markante Verbesserung der Stromeffizienz.
    • die Förderung nachhaltiger Energie-effizienter Technologien.
    • die umwelt- und sozialverträgliche Nutzung neuer erneuerbarer Energien.
  • ein kompromissloses Sicherheitsbewusstsein der technischen und politischen Aufsichtsbehörden im Umgang mit den bestehenden Atomanlagen.
  • die volle Deckung der Haftpflicht durch die AKW-Betreiber.
  • eine verantwortungsvollere Atommüllpolitik,
    • die alle technischen und sozioökonomischen Probleme und das direktdemokratische Mitspracherecht der Bevölkerung der Standort-Region berücksichtigt.
    • welche die Handhabung des Atommülls mit möglichst geringen Langzeit-Unsicherheiten garantiert und grundsätzlich in der Schweiz erfolgen soll.
  • das Aufzeigen der Zusammenhänge, Gefahren und Abhängigkeiten im gesamten Brennstoff-Kreislauf, vom energieintensiven Uranabbau bis hin zur ungelösten Endlagerung des Atommülls und der kostenintensiven Stilllegung der Atomkraftwerke.
  • die Einhaltung der Menschenrechte. Besonderen Schutz bedürfen indigene Völker und UreinwohnerInnen, welche durch den Uranabbau um ihre Gesundheit oder um ihre Lebensgrundlage gebracht werden.
  • für den Strahlenschutz auf allen Stufen der atomindustriellen Prozesse.
  • das Ende des Missbrauchs von ziviler Atomtechnik für militärische oder terroristische Zwecke.
  • Um diese Ziele wirkungsvoll zu erreichen, schliessen sich 32 Organisationen* zum Verein «Allianz «Nein zu neuen AKW»» zusammen.

* Stand: 30.09.2008

Download Charta Allianz «Nein zu neuen AKW» (144kb )