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Fragen und Antworten zur Allianz «Nein zu neuen AKW»

Was will die Allianz «Nein zu neuen AKW»
Die Allianz «Nein zu neuen AKW» will den Bau neuer Atomkraftwerke in der Schweiz verhindern. Deshalb gilt es, Probleme, Risiken und Sicherheitsmängel der Atomkraft bekannt zu machen und die Legendenbildungen der Atombefürworter  aufzudecken. Die Allianz «Nein zu neuen AKW» informiert aber auch über Lösungen und zeigt, wie eine genügende und saubere Stromversorgung auch ohne Atomenergie funktioniert. Gegen die geplanten Rahmenbewilligungsgesuche für neue Atomkraftwerke in der Schweiz, wird die Allianz «Nein zu neuen AKW» das Referendum ergreifen.

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©greenpeace

Wer ist die Allianz «Nein zu neuen AKW»?
Die Allianz fasst die wichtigen Organisationen der Stopp-Atom-Bewegung, die grossen Umweltorganisationen sowie nationale Parteien zusammen. In einem Grundsatzentscheid haben sich die Mitglieder auf eine gemeinsame Schweizer Stopp-Atom-Strategie verpflichtet, welche in den kommenden Jahren umgesetzt wird. Als Zeithorizont gilt die Referendumsabstimmung gegen den Bau von neuen Atomkraftwerken, die voraussichtlich im Jahr 2012 stattfinden wird.

Warum der Widerstand gerade jetzt?
Das Energiethema ist topaktuell. Es muss auf dem Hintergrund der wachsenden Herausforderungen von Klimaerwärmung und Versorgungssicherheit breit diskutiert werden.
Die schweizerische Stromwirtschaft versucht, die damit zusammenhängende derzeitige Verunsicherung für sich zu nutzen. Sie preist Atomstrom fälschlicherweise als Klimaschutz an, schürt in der Bevölkerung die Angst vor einer angeblichen „Stromlücke“ und drängt auf den Bau neuer Atomkraftwerke. Die Atel hat am 9. Juni bereits ein Rahmenbewilligungsgesuch eingereicht, zwei weitere haben AXPO/BKW ebenfalls für 2008 angekündigt.
Die Allianz wird ab sofort auf ein Referendum hin arbeiten. Stromwirtschaft und Politik sollen wissen, wie kontrovers die Bevölkerung zur Nutzung von Atomkraft steht und wie sensibel sie gegenüber von ihr ausgehenden Gefahren ist. Das zeigt zum Beispiel die grosse Resonanz, welche die im Dezember 07 veröffentlichte deutsche Studie über Kinderkrebs in der Umgebung von Atomkraftwerken ausgelöst hat. Ein beachtlicher Teil der Schweizer Bevölkerung akzeptiert Atomstrom nur als notwendiges Übel. Gelingt es der Allianz, anschaulich aufzuzeigen, wie die Versorgungssicherheit ohne neue Kernkraft möglich ist, verliert die Atomlobby diese Unterstützung.
Ein neues AKW würde dem riesigen Potential von Energieeffizienz und erneuerbaren Energien buchstäblich vor der Sonne stehen. Dieses gilt es jetzt, zu entfalten und auszuschöpfen, und deshalb müssen die Weichen lieber heute als morgen richtig gestellt werden.

Lässt sich die Bevölkerung für eine Stopp-Atom-Bewegung mobilisieren?

Ja! Es gibt genügend gute Argumente gegen Atom-Projekte. Die Stopp-Atom-Strategie der Allianz erlaubt den Umweltorganisationen, Vertretern und Vertreterinnen aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft sowie Prominenten, vereint gegen die Atom-Lobby vorzugehen. Information und Sensibilisierung der Bevölkerung sind dabei zentral.
Ausserdem spielt die Zeit für uns: Erneuerbare Energien machen laufend Fortschritte und holen sich immer mehr Marktanteile. Jedes Jahr, das kein Atomjahr wird, ist ein gewonnenes Jahr auf dem Weg in eine atomfreie Schweiz. Es werden letztlich die klassischen Prinzipien der Marktwirtschaft sein, die der Atomlobby den Boden unter den Füssen wegziehen.

Was macht die Allianz?
Die Allianz wird zusammen mit den Mitgliedern das Referendum ergreifen.
Die Allianz vernetzt die verschiedenen Organisationen und koordiniert diese.
Die Allianz Mitglieder werden in den kommenden Jahren die Bevölkerung über die Risiken und Gefahren aufklären und die Bevölkerung von einer alternativen Stromversorgung überzeugen.

Zudem wird die Allianz vor der Abstimmung und auf die Abstimmung hin, die Bevölkerung mobilisieren und so ein NEIN an der Urne erwirken.